18.11.2012

Der FDP-Kreisverband Meißen hat am Freitag auf seiner Wahlkreiskonferenz den Radebeuler Jan Mücke zum Wahlkreiskandidaten der Liberalen für den Bundestagswahlkreis 155 - Meißen gewählt. Mücke erhielt alle anwesenden 47 Stimmen und wurde damit ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen mit einem traumhaften 100%-Ergebnis der FDP-Basis im Kreis Meißen nominiert. Der 39-jährige, der bereits seit 2005 Bundestagsabgeordneter ist und bisher als langjähriger früherer Stadtrat in seiner Geburtsstadt Dresden kandidiert hatte, bewirbt sich damit in seinem neuen Heimatwahlkreis um eine weitere Amtszeit im Deutschen Bundestag.

 "Ich freue mich sehr über dieses für eine Demokratie ungewöhnliche Ergebnis. Es ist ein großer Vertrauensbeweis der liberalen Basis, für den ich außerordentlich dankbar bin" sagte Mücke unmittelbar nach der Wahl am Freitagabend im "Goldenen Anker" in Radebeul-Altkötzschenbroda. Er gehört seit 2009 als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der Bundesregierung an und hatte sich in dieser Funktion schon für einige Verkehrsprojekte im Landkreis stark gemacht. So konnte in diesem Jahr bereits der Bau der Ortsumgehungen an der B 101 in Nossen-Eula und Krögis begonnen werden, der 2. Bauabschnitt der B 169 bei Riesa und die Ortsumgehung im Zuge der B 98 in Großenhain wurden von Mücke erst jüngst dem Verkehr übergeben. Der Staatssekretär sagte in seiner Bewerbungsrede, er wolle sich auch weiter für den Ausbau der Infrastruktur im Landkreis engagieren. Besonders liege ihm die Wirtschaft im Elbland, der Weiterbau der B 169 und die Bekämpfung des Bahnlärms im Elbtal am Herzen. Nach seinen Worten sei eine gut ausgebaute Infrastruktur die Voraussetzung für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und lobte in diesem Zusammenhang die Berliner Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP. "Noch nie seit 1990 haben so viele Menschen in der letzten Zeit wieder einen Arbeitsplatz gefunden. Das dürfen wir nicht durch Überbürokratisierung, Steuererhöhungen und Staatsschulden gefährden", umriss der Freidemokrat sein Wahlprogramm.  Mücke versprach, einen engagierten und fairen Bundestagswahlkampf mit den politischen Mitbewerbern zu führen. Die FDP ist die erste im Bundestag vertretene Partei, die im Landkreis damit ihren Direktkandidaten aufgestellt hat.

 Auf dem Kreisparteitag der Elblandliberalen wurden im Beisein des FDP-Landesvorsitzenden Holger Zastrow auch 15 Delegierte für die Landesvertreterversammlung der sächsischen FDP gewählt. Sie stellt die Landesliste der Freien Demokraten zur Bundestagswahl auf, die mit der Zweitstimme durch die Wähler gewählt wird. Die Zweitstimme entscheidet über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag. Zastrow gratulierte Mücke zu seinem Wahlergebnis und sah in dem Votum Rückenwind für Jan Mücke, wieder Spitzenkandidat der sächsischen Liberalen für die Bundestagswahl zu werden.


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